Salzdruck (1834)

– KI-generiert, ergänzt durch Texte von Markus Bohnert –

Salzdruck ist ein Edeldruckverfahren

Salzdruck – Geschichte, Technik und Anleitung der Talbotypie

Was ist der Salzdruck?

Der Salzdruck (auch Talbotypie oder Kallotypie genannt) gehört zu den ältesten fotografischen Verfahren der Geschichte. Entwickelt wurde er bereits 1834 von William Henry Fox Talbot und gilt als erstes praktikables Negativ-Positiv-Verfahren.

Neben der Daguerreotypie markiert der Salzdruck den Beginn der modernen Fotografie. Heute erlebt diese historische Technik eine Renaissance – vor allem bei Künstlern und Liebhabern analoger Fotografie.

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Geschichte des Salzdrucks

Der Salzdruck ist eines der frühesten fotografischen Edeldruckverfahren. Talbot entwickelte damit eine Methode, bei der ein Negativ beliebig oft reproduziert werden konnte – ein entscheidender Vorteil gegenüber der einzigartigen Daguerreotypie.

Warum ist der Salzdruck so bedeutend?

  • Erstes reproduzierbares fotografisches Verfahren
  • Grundlage moderner Fototechnik
  • Künstlerisch einzigartiger Look

Heute wird der Salzdruck wieder verstärkt genutzt, insbesondere im Fine-Art-Bereich.

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Wie funktioniert der Salzdruck?

Der Salzdruck basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen chemischen Prinzip:

  1. Papier wird in Kochsalzlösung getränkt
  2. Nach dem Trocknen erfolgt die Sensibilisierung mit Silbernitrat
  3. Belichtung erfolgt durch Kontakt mit einem Negativ unter UV- oder Sonnenlicht
  4. Anschließend wird das Bild fixiert und gewässert

Das Ergebnis ist ein weiches, warmtoniges Bild mit einzigartiger Struktur.

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Salzdruck Anleitung – Schritt für Schritt

  1. Negativ für den Salzdruck erstellen

Da der Salzdruck ein Kontaktkopierverfahren ist:

  • Bildgröße entspricht exakt dem Negativ
  • Hoher Kontrast und Dichte sind entscheidend
  • Inkjet-Negative auf transparenter Folie sind ideal

Wichtig:
Eine korrekt angepasste Gradationskurve (Kompensationskurve) ist notwendig, um optimale Tonwerte zu erreichen.

Ein für den Salzdruck geeignetes Negativ erstellen (Markus Bohnert):

Da der Salzdruck ein Auskopierverfahren ist, wird das Negativ im direkten Kontakt zum beschichteten Papier aufgelegt und belichtet. Das heißt, das resultierende Bild ist 1:1 und kann nie größer sein als die Negativvorlage.

Eine relativ einfache Methode, größere Negative zu erstellen, ist das am Tintenstrahldrucker ausgedruckte Foliennegativ.

Grundsätzlich benötigt man für den Salzdruck sehr kontrastreiche und sehr dichte Negative. Gerade bei den Inkjet Negativen muss darauf geachtet werden, dass die Folie möglichst transparent und die Druckertreibereinstellung so gewählt ist, dass möglichst viel Tinte beim Drucken der Negativschwärzen aufgetragen wird. Je dichter der Tintenauftrag ist, umso länger darf belichtet werden (bis die Bildlichter anfangen zu verschleiern) und entsprechend tiefer können die Bildschwärzen auskopiert werden. Die Lichtdichte des Tintenauftrags kann je nach Hersteller des Druckers und der Tinte stark variieren. Reicht die Dichte beim bestehenden Drucker nicht aus, können zwei Folien (nach gutem Austrocknen) Schicht auf Schicht (an einem Rand mit Sekundenkleber verklebt) verwendet werden. Der durch die unteren Folienstärke resultierende (minimale) Schärfenverlust kommt bei Salzdrucken nicht erheblich zum Tragen und kann bedenkenlos vernachlässigt werden.

Sehr gute Ergebnisse mit einlagigen Negativen erreicht man jedoch mit hochwertigen Druckern und Tinten mit Inkjet Drucker.

WICHTIG!

Ein eingescanntes und wiederum unbearbeitetes, ausgedrucktes Negativ ist ungeeignet für den Salzdruck.

Die Charakteristik des Salzdruckpapiers + die Eigenschaften des Druckers, der Folie und der Tinten müssen am Bildpositiv mit der Bildverarbeitungsfunktion „Gradationskurve“ angepasst werden.

Um Geduld und langes Versuchen zu sparen, wird folgende Methode zur Ermittlung der idealen „Gradationskurve“ (oder auch „Kompensationskurve“ genannt) empfohlen:

  • Ein in 5% Schritten (0 – 100% beschriftet) abgestuften Graukeil unbearbeitet als Negativ ausdrucken und davon einen ersten Probesalzdruck anfertigen. (Am Ergebnis kann man gleich erkennen dass die Abstufungen stark verfälscht sind)
  • Den Salzdruck wiederum einscannen, in der Bildverarbeitungsfunktion Gradationskurve“ die Schaltfläche mit der weißen Pipette einschalten und das weiße 0% Feld des Graukeils anklicken. Dann das gleiche mit der schwarzen Pipette am schwarzen 100% Feld des Probestreifens. (Der durch den Salzdruck verkleinerte Tonwerteumfang wird nun wieder auf Maximum gespreizt)
  • Nun alle drei Pipettenschalter und Vorschau ausschalten und mit dem Mauszeiger alle Graukeilfelder mit Mausklick anwählen und die angezeigten Messwerte aufnotieren. Am besten vorher eine einfache Tabelle anlegen, auf der in der linken Spalte die 5% Abstufungen von 0 – 100% stehen und in der nächsten Spalte die mit dem Mauszeiger an dem Probestreifen tatsächlich gemessenen Werte.
  • Jetzt müssen die Vorgaben der gemessenen Werte richtig zugeordnet werden. z. B. bei gemessenem Wert = 75% war die Vorgabe 55%, das heißt die Gradationskurve muss später beim Eingabewert 75% den Ausgabewert 55% zugeordnet bekommen, um tatsächlich 75% auf dem Salzdruck zu erreichen. Sind in der handschriftlichen Tabelle alle neuen Werte zugeordnet, können über den Mauszeiger und Mausklick entspr. Wertpaare in die Kurve eingetragen werden und die fertige Kompensationskurve mit dem Schalter Speichern abgespeichert werden.
  • In manchen Bildverarbeitungssoftware kann nur maximal 16 Wertpaare eintragen werden. In diesem Fall spare man sich Punkte in Bereichen, wo die Kurve einen relativ geraden Verlauf aufweist.
  • Um die neu erstellte Kompensationskurve zu überprüfen, könnte man einen zweiten Probesalzdruck des Stufengraukeils, jedoch mit am Bildpositiv angewandter Kompensationskurve, auskopieren. Den zweiten Probestreifen wieder einscannen und wie beim ersten Probestreifen überprüfen und ggf. die Kurve noch mal nachkorrigieren.
  • Ermittelte Kurve, die ich für zweilagige Negative verwende und auf dem Drucker Typ Canon Pixma IP4000 ausdrucke:
    – Alle Schritte zur Erstellung eines Inkjetnegativ im Überblick :
    – Filmnegativ bzw. Polaroidpositiv einscannen.(Im Farbmode und mit maximalen
    Bildauflösung)
    – Bild als Positiv darstellen.
  • Bild nachbearbeiten. (Tonwerte, Kontrast, Abwedeln, Nachbelichten usw.)
  • Fertig ausgearbeitetes Bild auf eine Ebene reduzieren.
  • Ermittelte Kompensationskurve am Bildpositiv anwenden. (Das angezeigte Bild tendiert nun zum hässlichen, was jedoch im Salzdruck nicht mehr sichtbar ist)
  • Nun das Bild über die Funktion „Umkehren“ als Negativ darstellen.
  • Druckeroptionen einstellen und drucken. (Farbmodi, maximale Bildauflösung und idealer Medientyp, der am meisten Tinte verwendet, was allerdings ausgetestet werden muss

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  1. Papier salzen (Grundierung)

Für den Salzdruck wird hochwertiges Papier verwendet:

Rezept (Beispiel):

  • Demineralisiertes Wasser
  • Ammoniumchlorid
  • Natriumcitrat

Das Papier wird ca. 5 Minuten gebadet und anschließend 24 Stunden getrocknet.

(Markus Bohnert)

Papier:

Als Paper eignet sich hochwertiges hellweißes

Aquarellpaper aus 100% Baumwolle. Hier kann

z.B. das Paper „Fabriano/Extra White Aquarell“

verwendet werden. Bezugsquellen: Firma Boesner

oder Firma Gerstaecker.

Rezept und Anwendung für Papiergröße 21 x 30 cm:

  • 1 Liter Lösung für Papiergröße 30 x 40 cm
  • 2 Liter Lösung Beispiel für 1 Liter
  • 500ml demineralisiertes Wasser im Glas
  • Mantelbad auf ca. 42°C erwärmen.
  • 21 g ( 2.1% ) Ammoniumchlorid +
  • 21 g ( 2.1% ) Natriumcitratmit einem Glasstab gut einrühren ( bis die Flüssigkeit ganz klar ist ).
  • 500 ml kaltes demineralisiertes Wasser dazu rühren
  • Lösung in eine flache Glaswanne (IKEA Lasagneform ) oder Chemiewanne gießen.
  • Im Raum stehen lassen bis die Lösung ca. Zimmertemperatur angenommen hat.

Grundieren:

Das einzelne Blatt in die Lösung tauchen, die Wanne leicht wippen und das Blatt nach1 Minute wenden. Das ganze fünf Mal, also ca. 5 Minuten lang. Das Blatt darf beim rein und rausnehmen nur an den Rändern gehalten werden. Die einzelnen Blätter werden danach mit 2 Kunststoffwäscheklammern an eine Leine zum Trocknen aufgehängt. Nach einer Trocknungszeit von ca. 24 Stunden am besten in einem ph-neutralen Karton aufbewahren. Da die gesalzenen Blätter länger haltbar sind, kann man gleich mehrere grundieren und einlagern. Wie man sieht, wurde das Papier nicht noch zusätzlich nachgeleimt. Lt. Erfahrung ist das bei den verwendeten Papieren auch nicht notwendig, da die Grundleimung schon sehr gut ist. Sickert jedoch die Silbernitratlösung doch zu stark in den Papierfilz, kann das Papier beim Salzen mit Haushaltsgelatine nachgeleimt werden. In unserem Beispiel müsste man noch zusätzlich 8g Gelatinepulver (ca. 20 Min. lang) in der zweiten Wasserhälfte vorquellen lassen bevor man sie in die Salzlösung einrührt. Grundsätzlich kann man sagen, je stärker ein Papier geleimt ist, also je dichter die Papieroberfläche beim sensibilisieren ist, umso schärfer und umso tiefer wird das auskopierte Bild.

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  1. Papier sensibilisieren
  • Silbernitratlösung wird aufgetragen
  • Gleichmäßig verteilen (z. B. mit Pinsel oder Acrylstab)
  • Schonend trocknen (kalte Luft)

Nur so viel Papier vorbereiten, wie am selben Tag verwendet wird.

Rezept: Benötigt werden (Markus Bohnert):

– 8,0 g Silbernitratpulver

– 60,0 ml destilliertes, demineralisiertes Wasser in brauner 100 ml Flasche.

– Ammoniak 25%ig

Ansatz der Lösung:

Das Silbernitratpulver in das Wasser einrühren, bis das Pulver sich gelöst hat. Eine halbe Pipettenfüllung (ca. 0.5ml) Ammoniak in die Lösung geben und die braune Flasche leicht kreisförmig schwenken à die Silbernitratlösung wird dann sofort stark trübe. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die Lösung sprungartig klar wird (nach ca. 10 x zugeben des Ammoniaks).

Beschichten: (bei Rotlicht)

Die Lösung mit einer Pipette über die gesamte Breite des oberen Blattrands auftragen. Am besten, wenn möglich, außerhalb des Bildmotivbereichs, da an dieser Stelle mehr Silber aufgesogen wird und hierdurch leichte Flecken in den Bildschwärzen entstehen können. Die Papieroberfläche sollte dabei nicht mit der Pipettenspitze berührt werden, um ein Aufrauen der Papieroberfläche zu vermeiden.

Bei einer Beschichtungsfläche von ca. 18 x 23 cm benötigt man eine Pipettenfüllung von ca. 1,8 ml.

Nach dem Auftragen muss die Lösung relativ rasch und gleichmäßig verteilt werden, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Das Beschichten geht am besten mit einem runden Acrylglasstab (Durchmesser ca. 10 mm) oder einem Ziegenhaarpinsel ohne Metallfassung. Jetzt 3 – 5 Min. warten, bis die Lösung in das Salzpapier eingedrungen ist. Dann das Papier mit einem kaltem Luftstrahl gründlich auf beiden Seiten trockenföhnen (das dauert ca. 5 Min.). Beim Trocknen mit heißer Luft würden die Kontraste weicher und die Beschichtung unempfindlicher werden. Um ein Verschleiern zu vermeiden, beschichte ich nur so viel Blätter, wie ich auch am gleichen Tag noch verarbeiten kann.

Papier belichten (auskopieren): Belichten lässt sich das beschichtete Papier am besten in einem so genannten Kopierrahmen.

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  1. Belichtung (Auskopieren)
  • Kontakt mit Negativ im Kopierrahmen
  • UV-Licht oder Sonnenlicht
  • Belichtungszeit: ca. 3–10 Minuten

Tipp:
Leicht überbelichten, da das Bild später aufhellt.

(Markus Bohnert)

Grundaufbau eines Kopierrahmen:

  • Spannelemente oder Gewichte zum Andrücken der Holzplatte
  • Eine in der Mitte über ein Scharnier geteilte, beidseitig nach oben klappbare Holzplatte
  • Eine ca. 2 mm dünne, schwarze Moosgummiplatte
  • Papier mit Beschichtung nach unten
  • Negativ mit Beschichtung nach oben
  • Eine ca. 5 mm dicke Glasplatte
  • UV – Lichtquelle (z. B. Bauchbräuner 6 x 20 Watt
    oder Philips HB 311)

Am besten wird das beschichtete Papier gleich nach dem Trocknen belichtet, da das Papier noch eine gewollte Restfeuchte aufweist, welche für eine leicht höhere Empfindlichkeit sorgt. Nun das Papier belichten und in regelmäßigen Abständen (ca.1 Min.) eine der beiden Holzplattenhälften aufklappen und das auskopierte Bild begutachten.

Das Bild darf in keinem Fall aus dem Kopierrahmen entnommen werden, wenn es fertig wirkt. Da später beim fixieren u. wässern das Bild wieder leicht aufhellt („ausblutet“), muss so lange überbelichtet werden, bis die weißen Motivbereiche einen leichten Schleier aufweisen.

Je nach Dichte des Negativs variiert die Belichtungszeit zwischen 3 bis 10 Minuten. Das entnommene Bild sollte nur kurz, bei gedämpften Licht, begutachtet werden und gleich danach zügig vorgewässert werden.

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  1. Vorwässerung
  • Mindestens 15 Minuten
  • Mehrfaches Spülen notwendig
  • Verhindert Fleckenbildung

(Markus Bohnert):

Das Bild vorwässern:

  • Bei indirektem Glühlampenlicht max. 40W.
  • Die komplette Wässerungszeit beträgt mindestens 15 Minuten. Das belichtete Blatt in einer Laborwanne erst mit der Schichtseite nach oben, dann nach unten mit handwarmem Wasser gründlich abduschen.
  • Nach ca. 2 Min. das Blatt aus der Wanne nehmen, die Wanne leeren und gut abduschen. Die gleiche Prozedur noch 3 Mal wiederholen. Dann das Papier während dem befüllen der Wanne abduschen und im stehenden Wasser bei leichtem schwenken der Wanne 2 Min. wässern lassen.
  • Die gleiche Prozedur so lange wiederholen, bis die 15 Min. verstrichen sind. Zum Schluss das Blatt mit ca. 4 l Salzwasser übergießen und 1 Min. bei leichtem schwenken der Wanne wässern lassen.

Rezept für das Salzwasser:

  • 8 l handwarmes Wasser
  • + 50 ccl unjodiertes Tafelsalz in einem Eimer angerührt.

Zum Schluss das Blatt kurz auf beiden Seiten abduschen. Eine gründliche Vorwässerung ist unbedingt erforderlich, da sonst im Papierfilz hässliche braune Flecken entstehen.

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  1. Fixieren (bei Rotlicht)
  • 2 x 1,0 l handwarmes Leitungswasser
  • 100g Natriumthiosulfat-Lösung (10%ig)
  • Frische Lösung verwenden

Das Bild wird zunächst heller und dunkelt später nach.

(Markus Bohnert):

WICHTIG!

Die Fixierlösung sollte erst kurz vor der Fixierung angesetzt werden! Alte, gebrauchte Fixierlösung sollte nicht verwendet werden!

Wässern:

Das Blatt mindestens 10 Min. in der Laborwanne erst mit der Schichtseite nach oben (2 Min.), dann nach unten (1 Min.) im Wechsel schwenken. Nach der Fixage das Blatt kurz auf beiden Seiten abduschen.

Das Bild wird im Fixierer schon nach wenigen Sekunden wesentlich heller, was jedoch nur vorübergehend so ist. Nach einer Trocknungszeit von mehreren Tagen wird das Bild wieder dunkler und erhält eine grau-braune Färbung.

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  1. Schlusswässerung
  • 60–75 Minuten
  • Regelmäßiger Wasserwechsel
  • Entfernt Fixierreste vollständig

Das Bild schlusswässern (Markus Bohnert):

(bei gedämpftem Licht) 60-75 Min. bei 15-minütigem Wasserwechsel. (Leitungswasser, Wassertemperatur mind. 25°C) Eine gründliche Schlusswässerung ist unbedingt erforderlich, da sonst das Bild aufgrund von Fixierresten ausbleichen kann.

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  1. Trocknen
  • Auf Glasplatte fixieren
  • Ca. 48 Stunden trocknen
  • Ergebnis: glattes, hochwertiges Bild

Bild trocknen (Markus Bohnert):

Das gewässerte Bild wird auf eine gleich große Glasplatte (3 mm dick) gelegt und die trockene Oberfläche mit einem Küchentuch leicht abgetupft.

Dann fixiet man das Blatt auf allen Seiten mit 15 mm breiten, mit Moosgummi (2 mm dick) beklebten Holzleisten, welche durch Maulklemmen angedrückt werden. Nach ca. 48 Stunden entferne man die Leisten. Das Blatt ist dann wunderbar glatt ausgetrocknet.

Mögliche kreative Nacharbeiten:

Einfärben:

Einzelne Bildbereiche oder das ganze Bild kann mit Hilfe eines flachen Pinsels mit stark konzentriertem Kaffee braun eingefärbt werden…

Bienenwachsfirnis:

Bienenwachsfirnis hat mehrere Vorteile:

  • Die Bildoberfläche erhält einen schönen Seidenglanz
  • Bei Verwendung von gelben Bienenwachs erhält der Bildhintergrund eine ganz leicht honigfarbene Tönung.
  • Die Bildschwärzen werden noch leicht dunkler und das Bild bekommt mehr Tiefe.
  • Die Wachsschicht dient als Schutz gegen Umwelteinflüsse.

Rezept für Bienenwachsfirnis nach Dr. Edwin Mutter:

  • 100 g gelbes Bienenwachs oder
    100 g weißes Bienenwachs
    wird im Mantelbad geschmolzen
  • 100g reines Terpentinöl
  • 4 g Dammarfirnis

Die abgekühlte Mischung ist dann salbenartig und kann mit einem Küchentuchkreisförmig aufgetragen und am besten mit den Fingern aufpoliert werden.

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Kreative Möglichkeiten beim Salzdruck

Der Salzdruck bietet viele künstlerische Optionen:

Einfärben

  • Mit Kaffee oder anderen natürlichen Tonern
  • Erzeugt warme Farbtöne

Bienenwachsfirnis

Vorteile:

  • Seidiger Glanz
  • Schutz der Oberfläche
  • Intensivere Bildtiefe

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Materialien für den Salzdruck

Typische Materialien:

  • Inkjet-Folien für Negative
  • Hochwertige Papiere (z. B. Baumwollpapier)
  • Silbernitrat
  • Natriumthiosulfat
  • UV-Lichtquelle

Die Qualität der Materialien beeinflusst das Endergebnis erheblich.

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Warum erlebt der Salzdruck ein Comeback?

Der Salzdruck ist heute wieder gefragt, weil:

  • analoge Fotografie im Trend liegt
  • jedes Bild ein Unikat ist
  • der Look digital nicht exakt reproduzierbar ist

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Fazit: Salzdruck als künstlerisches Edeldruckverfahren

Der Salzdruck ist weit mehr als eine historische Technik. Er verbindet Handwerk, Chemie und Kunst zu einem einzigartigen fotografischen Prozess.

Wer sich mit dem Salzdruck beschäftigt, taucht tief in die Ursprünge der Fotografie ein – und schafft gleichzeitig zeitlose Kunstwerke.

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Materialliste, Bezugsquelle (Markus Bohnert):

  • Menge,
  • Bezeichnung,
  • Hersteller,
  • Herstellernummer
  • Lieferant
  • Bemerkung

Zur Negativherstellung

  • Copyjet Film A4 – A2 Agfa – Lotus View Camera 1 Lagig
  • Ink Jet Film A4 Durable 8326 Bürohandel 2 Lagig

Zum Grundieren (Salzen)

  • Papier Arches Platine Wolfgang Moersch
  • Papier Arches Platine Lotus View Camera
  • Papier Bergger COT320 Lotus View Camera
  • 100 g Chemie – Ammoniumchlorid Apotheke Pulver
  • 100 g Chemie – Natriumcitrat Apotheke Pulver
  • 1 l Demineralisiertes Wasser Apotheke

Zum Sensibilisieren und Auskopieren

  • BeschichtungswerkzeugAcrylglasstab 10 cm – Lotus View Camera –
  • BeschichtungswerkzeugZiegenhaarpinsel 50mm Ars nova Hake Brush Nr.3 Boesner
  • 60 ml Chemie – Silbernitratlösung13.5% in braunerFlasche m. Pipette Apotheke
  • 100 ml Chemie – Ammoniak 25%m. Pipette Apotheke
  • Kontaktkopierrahmen Lotus View Camera
  • Kontaktkopierrahmen Fotospeed – Monochrom
  • UV- Lichtquelle (Oberkörperbräuner) Philips HB 3116 x 20 Watt

Zum Fixieren

1,5 kg Chemie – Natriumthiosulfat Foto Brenner Pulver

Bienenwachsfirnis

  • 500 g Bienenwachs gebleicht Perina BW500 Boesner
  • 500 g Bienenwachs gelb Perina BWG500 Boesner
  • 200 ml Terpentinöl gereinigt Schminke S50102200 Boesner
  • 125 ml Dammarfirnis Lukas L2206125 Boesner